Unser Weg

Was Karate-Do übersetzt genau bedeutet und seine geschichtlichen Ursprünge kann man auf jeder Karate-Seite nachlesen.
Wir wollen euch jedoch nicht die allgemeine Definition auftischen, sondern zeigen, welche Rolle Karate-Do in unserem Leben spielt.

Warum macht jemand 20, 30 oder sogar 40 Jahre Karate-Do? Welche Faszination übt er auf uns aus? Was lieben wir an ihm so sehr?

Diese Fragen sind zwar ganz simpel, aber umso schwieriger zu beantworten. Karate-Do kann vieles sein. Nur etwas ist er bestimmt nicht: eine Schlägerei. Dieses Klischee ist Dank Hollywood in vielen Vorstellungen verankert und stellt somit eine Barriere für einige Menschen dar. Aber wir versichern euch, Karate-Do ist mehr, ist viel mehr als eine brutale Schlägerei, akrobatische Sprünge oder Ziegelsteinzerschlagen.

Unserer Meinung nach kann ein Mensch sein Leben lang Karate-Do praktizieren, weil das Training Kraft spendet. Das ganze Leben ist ein Kampf mit Hindernissen und Herausforderungen. In dem man sich im Karate-Training in Reaktion, Ruhe, Achtsamkeit, Bescheidenheit und Kraft übt, ist man gut für das tägliche Leben gewappnet. Im Karate-Training wird einem nichts geschenkt und all das, was man erreicht, hat man seinem Ehrgeiz, seiner Disziplin und Ausdauer zu verdanken.

Klingt logisch oder? Genauso ist es im Leben.

Man muss stets kämpfen, um den inneren Schweinehund zu überwinden und schliesslich das zu erreichen, was man sich als Ziel gesetzt hat. Wie im Leben gibt es auch im Training Hochs und Tiefs und man stösst, vor allem als Anfänger, sehr oft an seine Grenzen, die man durch Übung und Willenskraft immer mehr ausweitet. Es gibt kein fixes Endziel, keinen Preis oder eine Perfektion die zu erreichen sind, nein, es gibt nur einen Weg, den man geht und selbst gestaltet. Auch hier sieht man eine Gemeinsamkeit mit dem Leben: die Selbstgestaltung. Durch die intensive Beschäftigung mit sich selbst lernt man seine Stärken, aber auch seine Schwächen kennen und zu kontrollieren. Man erkennt auch seine Macken und muss lernen, in einem so gemischten Haufen Menschen zurechtzukommen.
Dies erfordert und fördert die Toleranz, die Fähigkeit der Vergebung und die Höflichkeit seinen Mitmenschen gegenüber.